23 September 2026

René Petri, heute Senior Vice President bei Proxima, hat die Entwicklung des Unternehmens über viele Jahre und verschiedene Phasen hinweg miterlebt. 2016 verließ er das Unternehmen und kehrte im letzten Jahr zurück, um Proxima – mittlerweile Teil von Bain & Company – bei der Wachstumsstrategie in Europa zu unterstützen und die Expansion mit seiner langjährigen Erfahrung voranzutreiben.

Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in der Nähe von Frankfurt. Seit 26 Jahren sind wir verheiratet – und genau so lange arbeite ich auch im Beschaffungs- und Supply-Chain-Management. Praktisch meine gesamte berufliche Laufbahn dreht sich um den Einkauf.

In diesen 26 Jahren habe ich die Branche aus unterschiedlichsten Perspektiven kennengelernt: angefangen als Procurement Manager, der gezielt bestimmte Komponenten für ein Unternehmen eingekauft hat, bis hin zum Consulting, wo ich Unternehmen strategisch dabei unterstützt habe, ihre Beschaffung auszulagern und zu optimieren.

Mein Weg zu Proxima ist eine Geschichte für sich. In den frühen Jahren meiner Karriere war ich Teil eines Unternehmens, das ein Team von rund 200 Experten ausgliederte, um eine eigenständige Einkaufsorganisation zu etablieren. Wir wussten damals zwar, wie man einkauft, aber nicht, wie man Einkaufsdienstleistungen verkauft. Deshalb suchten wir einen Partner, der uns dabei unterstützen konnte – und so kamen wir mit Proxima in Kontakt, das damals noch BuyingTeam hieß.

Einige Jahre später schloss ich mich BuyingTeam als Procurement Consultant an und half dabei, unsere Dienstleistungen in Europa und Großbritannien zu verkaufen und zu implementieren. Ich begleitete den Wandel von BuyingTeam zu Proxima – eine entscheidende Entwicklungsphase für das Unternehmen. Nach fünf oder sechs Jahren verließ ich Proxima für fast ein Jahrzehnt. Jetzt bin ich zurück – und obwohl sich vieles verändert hat, fühlt es sich an, als wäre ich nie wirklich weg gewesen.

Bei Proxima war ich schon immer im Bereich der Kundenbetreuung tätig – zunächst in der Leitung einzelner Projekte bis hin zur Rolle des Client Directors, in der ich zunehmend Verantwortung für die Geschäftsentwicklung übernommen habe. In dieser Zeit konnte ich eine Vielzahl spannender und herausfordernder Projekte erfolgreich umsetzen. Seit meiner Rückkehr liegt mein Fokus darauf, Proximas Expansion in der DACH-Region im Besonderen und in Europa im Allgemeinen aktiv voranzutreiben.

Proximas Wachstumsstrategie im europäischen Markt zu leiten bringt eine ganze Reihe spannender Aufgaben mit sich, darunter den Aufbau eines neuen Teams vor Ort, die Positionierung von Proxima im Markt und den Ausbau der Beziehungen zu unseren Bain-Kollegen in Deutschland. Die bestehende Bain & Company-Präsenz ist ein zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie, da sie uns ein starkes, unterstützendes Netzwerk bietet, das uns den Marktzugang erleichtert und weiteres Wachstum ermöglicht.

Ich arbeite eng mit unserem UK-Team zusammen – vom Recruiting über Marketing bis hin zu Operations –, um sicherzustellen, dass unser Expansionsansatz einheitlich bleibt und wir Chancen nicht nur identifizieren, sondern auch bestmöglich nutzen.

Flexibel zu bleiben ist für meine Arbeit wichtig, denn keine Woche gleicht der anderen. Mal bedeutet das, mit Proxima-Kollegen an internen Themen zu arbeiten, mal mit Bain-Kollegen an gemeinsamen Initiativen, und oft geht es darum, sich mit CPOs auszutauschen und aktuelle Trends im Einkauf und der Supply Chain zu diskutieren.

Kein Kunde gleicht dem anderen, kein Markt dem nächsten. Auch wenn Unternehmen oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen, sind die Lösungen immer individuell, weil das Umfeld, in dem sie agieren, unterschiedlich ist. Deshalb ist es entscheidend, genau hinzuhören, die richtigen Fragen zu stellen und Proximas Kompetenzen gezielt einzusetzen.

Gerade in Deutschland und Europa sehen wir deutliche Unterschiede in der Art, wie Unternehmen arbeiten, verglichen etwa mit dem britischen Markt. Auch kulturelle Faktoren spielen hier eine Rolle. In Großbritannien ist der direkte Draht zu CPOs oder CFOs oft leichter herzustellen, während es in Deutschland meist zusätzliche Abstimmungsebenen gibt, ehe es zu einem direkten Austausch kommt.

Dieses Muster sehen wir weltweit: unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Entscheidungswege. Doch am Ende zählt für Unternehmen überall dasselbe: profitabel sein und Geld verdienen.

Die Arbeit für und mit Proxima hat etwas ganz Besonderes und das lässt sich für mich in drei Ks zusammenfassen: Kollaboration, Kredibilität und Kultur. Unsere Werte als Unternehmen, unsere Leidenschaft für Einkauf und Supply Chain, die Professionalität und Verantwortung, mit der wir arbeiten, sowie unser unerschütterlicher Teamgeist machen für mich unsere Stärken aus.

Natürlich gibt es auch andere Unternehmen mit starken Werten, aber das Besondere an Proxima ist die Tiefe unseres Know-hows und die Art, wie wir es gemeinsam leben und anwenden. Wir bringen Fachwissen und Erfahrung in einer Weise zusammen, die sich direkt in exzellenter Einkaufsberatung und echtem Mehrwert für unsere Kunden bezahlt macht. Ich weiß, wovon ich spreche, schließlich bin ich nun zum dritten Mal hier!

Ich glaube nicht, dass sich unsere Kultur bisher verändert hat und ich erwarte das auch in Zukunft nicht. Bain hat uns nicht ohne Grund übernommen, sondern wegen unserer Expertise und unserer Arbeitsweise. Unsere Werte und unsere Kultur sind ein zentraler Bestandteil dessen.

Natürlich gibt es Unterschiede, ob wir im Alleingang oder als Teil des Bain-Netzwerkes arbeiten – aber genau diese Unterschiede eröffnen uns auch neue Chancen. Bain betreut oft größere strategische Initiativen, bei denen Unternehmen Innovationen auf den Markt bringen oder ihr Wachstum beschleunigen wollen. Um das zu finanzieren, müssen sie Effizienzpotenziale heben und Kosten optimieren. Genau hier kommt Proxima ins Spiel: Wir sind Spezialisten für Kostenoptimierung und Kompetenzentwicklung und schaffen echten Mehrwert, der direkt auf die übergeordneten Unternehmensziele einzahlt.

In diesem Sinne ergänzen wir uns perfekt: Wir liefern weiterhin Kostenoptimierung im Rahmen unserer bewährten Einkaufs- und Supply-Chain-Lösungen als Proxima, doch die Zusammenarbeit mit Bain eröffnet uns eine noch größere Reichweite und Wirkungsmöglichkeit.

Proxima ist in Europa schon lange aktiv, auch wenn wir den Markt bisher hauptsächlich durch unser Team in Großbritannien betreut haben, konnten wir große Erfolge erzielen. Ein zentraler Punkt für uns ist es, die Sprache unserer Kundinnen und Kunden zu sprechen – sowohl fachlich, also Procurement-zu-Procurement oder Finance-zu-Finance, als auch ganz konkret in ihrer Landessprache.

Mit unserem neuen Standort in Düsseldorf können wir Kunden noch gezielter vor Ort unterstützen. Gleichzeitig sehen wir großes Potenzial darin, auf die starke Procurement-Expertise und das hohe Kompetenzniveau in Deutschland aufzubauen und dieses für unser Wachstum zu nutzen.

Unsere Vision geht dabei über Deutschland hinaus. Es geht uns nicht darum, unser UK-Modell einfach zu replizieren, sondern Proximas globale Präsenz weiter auszubauen. Diese Vision umfasst auch die Schweiz, Italien und Spanien – Märkte, in denen wir einen klaren Bedarf für unsere Dienstleistungen sehen.

Die Begeisterung kommt von beiden Seiten: Wir bei Proxima freuen uns darauf, dass unsere Teams und neuen Kolleginnen und Kollegen ihre Kompetenzen, Erfahrungen und ihre Motivation einbringen. Gleichzeitig können sich neue Mitarbeitende darauf freuen, Teil eines starken Teams zu werden, das für den Einkauf brennt und eine spannende Wachstumsreise in Deutschland und darüber hinaus gestaltet.

Zudem schließen sie sich nicht nur einem Unternehmen mit klaren Werten, sondern auch einer offenen Lernkultur an. Ein Beispiel: Wer als Procurement-Experte aus der Industrie zu uns kommt, hat die Chance, sein Wissen in einem Beratungsumfeld weiterzuentwickeln und auf eine ganz neue Art anzuwenden. Wer aus der Beratungsbranche kommt und weniger direkte Erfahrung im Einkauf mitbringt, kann von unseren Fachexperten lernen und sich schnell weiterentwickeln.

Meine große Leidenschaft neben dem Einkauf ist das Rennradfahren. Wann immer ich eine freie Minute habe, bin ich auf dem Rad – meistens mit Freunden. Wir fahren als Team von vier bis acht Fahrern, das wir ,Flight‘ nennen, und wechseln die Positionen durch. Mal übernehme ich die Spitze, mal lasse ich mich zurückfallen und profitiere vom Windschatten der anderen.

In gewisser Weise erinnert mich das an Proxima: Wir treten gemeinsam in die Pedale, unterstützen uns gegenseitig und kommen am Ende gemeinsam ans Ziel.

Es gibt ein Zitat, das ich als Lebensphilosophie betrachte: „Es gibt kein gutes Geschäft mit den falschen Menschen.“ Genau deshalb wird Proxima immer ein starkes Unternehmen sein – weil wir die richtigen Menschen haben. Das spricht für sich.

Es gibt ein Zitat, das ich als Lebensphilosophie betrachte: „Es gibt kein gutes Geschäft mit den falschen Menschen.“ Genau deshalb wird Proxima immer ein starkes Unternehmen sein – weil wir die richtigen Menschen haben. Das spricht für sich.

  • Hast du Haustiere? Eine 15-jährige Labrador-Hündin namens Inu. Sie braucht mit Abstand die meiste Aufmerksamkeit in der Familie – auch mal mitten in der Nacht! Aber ich liebe sie einfach so sehr.
  • Was ist dein Lieblingsessen? Ich habe definitiv eine Schwäche für Japan und mein absolutes Lieblingsessen ist Sushi. Wenn ich in London bin, ist ein Besuch bei Itsu neben unserem Büro ein Muss!
  • Lieblingsmoment bei Proxima? Ein besonders spannendes Projekt führte mich einmal nach Liverpool. Ich bin stolz darauf, trotz meines deutschen Akzents gutes Englisch zu sprechen. Aber als ich dort in ein Taxi stieg, war ich völlig überrascht vom Liverpooler Dialekt! Die Verständigung war eine echte Herausforderung, aber wie jeder gute Berater habe ich mich schnell angepasst: Fußball war unser gemeinsamer Nenner und schon lief das Gespräch.
  • Was ist dein Lieblingsreiseziel? Ich reise unglaublich gerne mit meiner Familie – und auch hier nenne ich wieder Japan. Unser letzter Besuch in Tokio vor kurzem war einfach unglaublich.
  • Welches war dein Lieblingsprojekt? Ich habe einmal mit einem Schokoladenhersteller in der Schweiz gearbeitet. In jedem Besprechungsraum gab es feinste Schokolade. Das hat definitiv für eine angenehme Arbeitsatmosphäre gesorgt!

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