Erkenntnisse aus dem Supply-Chain-Barometer 2024
Die globalen Märkte bleiben in Bewegung: Geopolitische Spannungen und die Neugestaltung von Lieferketten gehören zu den dominierenden Herausforderungen. Auch die nächsten zwölf Monate werden für CEOs nicht leichter. Für das Supply-Chain-Barometer 2024 hat Proxima 3.000 CEOs aus Großbritannien, den USA, dem DACH-Raum und den Benelux-Staaten befragt. Das Ergebnis: Ein umfassender Einblick in die Prioritäten und Entscheidungen von Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen – von der Luftfahrt über den Einzelhandel bis zur Kommunikationsbranche.
Dabei zeichnet sich ein klares Muster ab: CEOs beschäftigen sich intensiver mit Supply-Chains und damit verbundenen Themen – teils investieren sie dafür bis zu einem zusätzlichen Arbeitstag pro Woche. Das spiegelt die Bedeutung und Komplexität der aktuellen Herausforderungen wider. Besonders größere Unternehmen stehen unter Druck: Je komplexer ihre Strukturen, desto mehr Aufgaben ergeben sich daraus. Je größer das Vertrauen allerdings, desto weniger Herausforderungen bestehen.
Seit mehr als einem Jahrzehnt wird in der Wirtschaft über mehr Transparenz in der Supply-Chain diskutiert – doch wie weit sind Unternehmen tatsächlich gekommen? Der Bericht zeigt, dass die Automobilbranche eine Vorreiterrolle einnimmt: Sie verfügt über die nötige Transparenz, um fundierte Entscheidungen treffen zu können – ein Hinweis auf den vergleichsweise hohen Reifegrad des Sektors. 70 % der befragten CEOs äußern zudem branchenübergreifend Bedenken hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen entlang den Lieferketten. Diese Zahl fällt zwar je nach Branche unterschiedlich aus, doch so verdeutlichen diese „Bedenken“: Transparenz allein führt noch nicht zu Veränderung. Entscheidend ist, welche konkreten Schritte CEOs in Reaktion auf die aktuelle Lage ergreifen.
Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, bleibt eine zentrale Aufgabe. 86 % der CEOs sehen hier große Herausforderungen. Eine Patentlösung gibt es nicht – stattdessen setzen Unternehmen auf verschiedene Ansätze, um Risiken zu minimieren sowie Lieferketten zu sichern und zu stärken: Nearshoring, Onshoring und Friendshoring gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung
Nachhaltigkeit bleibt eine große Hürde – trotz vorhandener Talente. Zwar sind 86 % der CEOs überzeugt, dass sie die richtigen Experten an Bord haben, um ihre Lieferketten nachhaltiger zu gestalten, doch es zeigt sich eine Diskrepanz: Das Wissen mag da sein, doch die Umsetzung bleibt schwierig. Die Komplexität der Aufgabe ist nach wie vor das größte Hindernis auf dem Weg zur Dekarbonisierung.
Nahezu alle CEOs beschäftigen sich mit dem Trendthema schlechthin: KI. Sie stellen entweder erste Überlegungen dazu an oder setzen KI bereits in ihren Lieferketten ein. Doch nur 22 % erwarten innerhalb des nächsten Jahres spürbare Veränderungen durch KI. Angesichts der Prognosen, dass die weltweiten Investitionen in KI bis 2028 auf über 630 Milliarden US-Dollar steigen werden, stellt sich die Frage: Wie schließen Unternehmen die Lücke zwischen hohen Investitionen und echtem Mehrwert?
Kostensenkung bleibt die oberste Priorität für 99 % der CEOs. Zwar sind klassische Methoden wie Lieferantenaudits weiterhin ein probates Mittel für etwa die Hälfte der befragten CEOs, doch ebenso viele gehen mittlerweile mutigere Wege. Der Blick auf Einsparpotenziale wird weiter gefasst – ein Zeichen dafür, wie strategischer und nachhaltiger Einkauf aussehen kann.
Was sind also die zentralen Erkenntnisse aus dem Supply Chain Barometer 2024? Lieferantenbezogene Herausforderungen – und die Fähigkeit, sie zu adressieren – werden heute klar als geschäftsrelevante Themen erkannt, die zu Recht einen festen Platz auf der Agenda von CEOs einnehmen. Es gibt kein Patentrezept und keine Universallösung, stattdessen werden unterschiedliche Strategien verfolgt. Angesichts des anhaltend volatilen Marktumfelds wird sich der Fokus weiter auf die operativen Kosten und finanzielle Stabilität richten, um Investitionen in resiliente, zukunftsfähige Lösungen zu ermöglichen. Eines ist sicher: CEOs haben ihre Supply-Chain fest im Blick.
Sie sind mit diesen Herausforderungen nicht alleine: Wir stehen an Ihrer Seite. Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, um weitere Erkenntnisse aus dem diesjährigen Supply-Chain-Barometer zu erfahren, oder kontaktieren Sie uns noch heute.