Moderne Sklaverei bezeichnet den Entzug grundlegender Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf Freiheit von Zwangsarbeit und des Freiheitsrechts, zur persönlichen Bereicherung oder für wirtschaftliche Vorteile. Ein abscheuliches Verbrechen, das die schutzbedürftigsten Menschen der Welt betrifft.
Hier bei Proxima akzeptieren, unterstützen und respektieren wir die Menschenrechte aller, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir nutzen oder dulden keine Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, unfreiwillige oder Kinderarbeit. Wir beschäftigen nur Menschen, die aus freiem Willen arbeiten, und respektieren ihre Rechte in Bezug auf Gleichberechtigung und Koalitionsfreiheit.
Unser Unternehmen und unsere Lieferketten
Als eine weltweit führende Unternehmensberatung für Logistik und Einkauf arbeitet Proxima mit einigen der weltweit größten und erfolgreichsten Unternehmen zusammen, um ihnen dabei zu helfen, ihre Mittel sinnvoll einzusetzen. Dies erzielen wir über umfassende Dienstleistungen im Bereich Einkaufsberatung mit Schwerpunkt auf Kostentransformation, Nachhaltigkeit in der Lieferkette und Dekarbonisierung. Wir sind bekannt dafür, dass sich unsere erfahrenen Spezialisten vor Ort genau mit Ihrem Unternehmen vertraut machen, um schnelle Ergebnisse zu gewährleisten.
Proxima ist in der Lage, nicht nur unser eigenes Lieferkettenrisiko zu bewerten, sondern auch das Risiko in den Lieferketten unserer Kunden. Durch unsere ständige Interaktion mit den Lieferanten unserer Kunden können wir die Risikobeurteilung positiv beeinflussen und Erkenntnisse zu Best-Practice-Verfahren einbringen, um das Risiko der modernen Sklaverei eliminieren oder zu reduzieren.
Unser Ansatz hinsichtlich moderner Sklaverei
Unsere Mitarbeiter haben Zugang zu Informationsquellen zu dem komplexen Thema der modernen Sklaverei. Diese enthalten auch einen Leitfaden für ethische Geschäftspraktiken sowie die Mindeststandards für das Verhalten, das wir von unseren Mitarbeitenden erwarten. Dazu gehören das Mitarbeiterhandbuch von Proxima, die Richtlinie zur Geschäftsethik, Anti-Bestechungs- und Anti-Korruptions-Richtlinie, Richtlinie zu Corporate Social Responsibility, Richtlinie zur Chancengleichheit, Richtlinie zu Belästigung und Mobbing, Arbeitsschutz- und Gesundheitsrichtlinie und die Leitlinien zum Recht auf Arbeit. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass sie diese jederzeit einhalten, und von Lieferanten wird erwartet, dass sie die entsprechenden Richtlinien ihres Unternehmens befolgen, die auf unsere eigenen Richtlinien abgestimmt sein müssen.
Wir haben uns verpflichtet, für eine angemessene Bezahlung, Leistungen und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter von Proxima zu sorgen und diese bei Bedarf jährlich zu überprüfen und zu aktualisieren, um unsere Geschäftsziele zu erfüllen.
Die Einkaufsbedingungen von Proxima verpflichten Lieferanten zur Einhaltung aller geltenden Gesetze, Vorschriften und Maßnahmen in Bezug auf die moderne Sklaverei und den Menschenhandel, insbesondere des britischen Modern Slavery Act 2015, in allen Ländern, in denen wir tätig sind.
Unsere Bewertung und unser Management des Risikos der modernen Sklaverei
Wir gehen zwar davon aus, dass das Risiko für moderne Sklaverei und Menschenhandel bei unseren Lieferanten allgemein gering ist, doch ist in den Richtlinien dargelegt, dass bei einem Hinweis auf ein erhöhtes Risiko eine Lieferantenbewertung und eine Due Diligence durchzuführen sind, die für das festgestellte Risiko angemessen sind. Wir haben uns dazu verpflichtet, die von unseren Hauptlieferanten zum Thema moderne Sklaverei veröffentlichten Erklärungen jährlich zu bewerten und aufzuzeichnen. Wir sind überzeugt davon, dass unsere Hauptlieferanten angemessene Maßnahmen zum Management und zur Minderung des Risikos der modernen Sklaverei in ihren Lieferketten ergreifen, überwachen dies aber auch weiterhin genau.
Wir erkennen an, dass ethische und produktive Partnerschaften mit unseren Lieferanten unser Unternehmen und unsere Reputation stärken. Wir behandeln unsere Lieferanten fair und respektvoll und erwarten von ihnen, dass sie mit unseren hohen Standards in Bezug auf Ethik und Compliance vertraut sind und diese einhalten.
Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie bei der Auswahl von Lieferanten Sorgfalt walten lassen. Lieferanten müssen gemäß den Beschaffungsbedingungen von Proxima sowie den festgelegten Leit- und Richtlinien arbeiten.
Schulungen zum Thema Moderne Sklaverei
Entsprechend unser Verpflichtung zum Risikomanagement in Bezug auf moderne Sklaverei werden wir bis Ende 2022 Schulungen erarbeiten, die das Bewusstsein für moderne Sklaverei und für unseren Einfluss beim Erkennen von Risiken für unsere Kunden schärfen. Dies wird ein fester Bestandteil unseres Einarbeitungsprozess für alle neuen Mitarbeiter und eine Pflichtschulung für alle aktuellen Mitarbeiter werden. Wir werden diese Schulung regelmäßig aktualisieren und jährliche Updates im gesamten Unternehmen bereitstellen. Unsere aktuellen Richtlinien stehen allen Mitarbeitern bei der Einarbeitung sowie auf dem Intranet des Unternehmens zur Verfügung.
Melden von Problemen
Zusätzlich zur Berichterstattung der mit moderner Sklaverei verbundenen Risiken im Beschaffungsprozess, stellen wir unseren Mitarbeitern auch eine Whistleblowing-Richtlinie bereit, falls sie Bedenken haben oder ein Fehlverhalten vermuten. Derartige Bedenken werden sofort und unparteiisch untersucht.
Unsere Pläne für die nächsten 12 Monate
- Erarbeitung von Schulungen für alle Mitarbeiter, um ihr Bewusstsein für moderne Sklaverei in Lieferketten zu schärfen
- Interne Überprüfung der Richtlinie zu moderner Sklaverei und Aktualisierungen
- Internes Audit der Richtlinien unserer Lieferanten zu moderner Sklaverei und Diversifizierung
Abschlusserklärung
Dies ist die zweite Version der Erklärung von Proxima zur modernen Sklaverei, die wir gemäß Absatz 54(1) des britischen Modern Slavery Act 2015 abgeben, und stellt unsere Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr dar.
Vom Vorstand der Proxima Group am 28. Juni 2024 genehmigt.

Michael Gartska
Chairman