Proxima

21 September 2021
Themen in diesem Artikel
  • ESG
  • Finanzen und Beschaffung
  • Nachhaltigkeit

Unternehmen waren in den letzten 18 Monaten in der Defensive und haben auf die Herausforderungen durch die Pandemie reagiert. Mit dem Ende dieser Phase hat Wachstum auf der Agenda der Vorstände höchste Priorität und Unternehmen richten ihr Augenmerk zunehmend darauf, wie man das Geschäft „besser wiederaufbauen“ kann. Dabei ist Nachhaltigkeit in aller Munde, der Klimawandel dominiert die Nachrichten und auch auf Führungsebene finden Debatten dazu statt.

In unserem neuen Bericht, Investitionen in eine nachhaltige Lieferkette, haben wir mit Investoren in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich gesprochen, um ihre Sicht auf Nachhaltigkeit in Lieferketten aus erster Hand zu erhalten. Wir haben erfahren, wie sich ihr Verhalten ändert und was sie für die Risiken halten, mit denen sich Unternehmen konfrontiert sehen werden, wenn sie ESG (Environmental, Social und Governance) nicht als einen der Grundpfeiler ihrer Unternehmensstrategie integrieren.

Der Bericht enthält fünf wichtige Erkenntnisse, die sich bei der Vorbereitung auf die Zukunft voraussichtlich auf Unternehmen auswirken werden:

Nachhaltigkeit beeinflusst Investitionsentscheidungen

97 % der Investmentmanager gaben an, dass sie bei Investitionsentscheidungen die Nachhaltigkeitsstandards der Lieferkette eines Unternehmens berücksichtigen und eine nachhaltige Lieferkette heute nicht mehr nur als „willkommenes Extra“ betrachteten. Investoren erwarten echte, messbare Ergebnisse und Unternehmen müssen bereit sein, diese vorzuzeigen.

Investmentmanager sehen Risiken bei Unternehmen, die sich nicht verändern

Mehr als 8 von 10 (84 %) Investmentmanagern gaben an, dass Probleme bei der Nachhaltigkeit der Lieferkette und (fehlende) ESG-Standards ein finanzielles Risiko für ihre Investitionen darstellen. Außerdem sind 85 % der Ansicht, dass Unternehmen ohne Nachhaltigkeitsstandards für die Lieferkette deswegen im nächsten Jahrzehnt einen niedrigeren Aktienkurs erwarten müssen. Sie sind fest davon überzeugt, dass Untätigkeit im Bereich ESG erhebliche Konsequenzen für Unternehmen haben wird.

Die Bewertung von Fortschritten bei der Nachhaltigkeit wird strenger, es existiert jedoch immer noch eine Lücke 

Investmentmanager legen den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit in den Lieferketten. Neun von zehn (89 %) besprechen ESG-Standards in der Lieferkette mit den Unternehmen, in die sie investieren, und zwei Fünftel (37 %) führen diese Gespräche regelmäßig.

Wenn Investmentmanager sich die Standards in den Lieferketten ansehen, achten sie am häufigsten auf Lieferantenaudits (39 %), Datenmeldeverfahren (37 %) und Analysen von Finanzberichten (37 %).

Die Antworten deuten darauf hin, dass sich zwar etwas bewegt, es jedoch in der Investment-Community noch an allgemein akzeptierten Bewertungsmethoden und -standards mangelt. Es kristallisiert sich heraus, dass Investoren und Großunternehmen einen neuen, ESG-orientierten Ansatz zur Berichterstattung und Meldung bevorzugen, der Nachhaltigkeit und Fortschritte in Bezug auf Nachhaltigkeit sichtbarer und messbarer macht.

Nachhaltige Lieferketten sind für Investoren von langfristiger Bedeutung

Investoren sind der Ansicht, dass dieses Thema auf lange Sicht wichtig sein wird, wobei 88 % der Investmentmanager angeben, dass die Nachhaltigkeitsstandards für die Lieferkette in den nächsten zehn Jahren ein wesentliches Kriterium bei Investitionsentscheidungen sein werden. Acht von zehn (80 %) sind außerdem der Ansicht, dass sich der Zugang zu Kapital für Unternehmen ohne Nachhaltigkeit in der Lieferkette und allgemeine ESG-Standards in den nächsten zehn Jahren schwierig gestalten wird. Das deutet darauf hin, dass Unternehmen, die jetzt nicht handeln, ihr zukünftiges Wachstum gefährden.

Ein Kompromiss zwischen langfristigem Unternehmenszweck und kurzfristigem Gewinn wird akzeptiert

Gespräche über Beschaffungs- und Lieferkettenstrategien müssen über Kosten hinausgehen und die Auswirkungen von ESG auf den Umsatz und den Gewinn, sowohl kurz- als auch langfristig, berücksichtigen. Sieben von zehn (70 %) Investmentmanagern sind der Ansicht, dass Unternehmen Initiativen zum Unternehmenszweck den Vorrang gegenüber der kurzfristigen Rentabilität geben sollten.

Der Unternehmenszweck ist im aktuellen Klima sehr wertvoll. Unternehmen, die wissen, wie sie ihren Unternehmenszweck gezielt einsetzen, werden in der Lage sein, Mitarbeiter, Verbraucher, Aufsichtsbehörden und Investoren auf ihre Seite zu ziehen.

Klicken Sie auf den nachstehenden Link, um Proximas Bericht zu Investitionen in eine nachhaltige Lieferkette herunterzuladen und mehr über die Zukunft von Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu erfahren.

Wenn Sie mit einem unserer Berater über die Erarbeitung Ihrer eigenen Strategie für nachhaltige Beschaffung sprechen möchten, klicken Sie hier.

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